Projektvorstellung: Zonnepark Bellingwolde
An der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland, in der Gemeinde Westerwolde, haben wir den Solarpark Bellingwolde entwickelt einen Großsolarpark, bei dem nachhaltige Energie, Infrastruktur und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen.
Die Idee für diesen Solarpark kam vom Grundeigentümer Kor Werkman. Er erkannte das Potenzial für erneuerbare Energie auf seinem Grund und wollte einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Groningen leisten. Gemeinsam haben wir diese Idee weiterentwickelt. Heute speist der Solarpark Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz ein, ein Projekt, bei dem wir gemeinsam mit lokalen Partnern an einem zukunftsfähigen Energiesystem arbeiten.
Ein Beitrag zu den Energiezielen der Provinz Groningen
Mit dem Solarpark Bellingwolde leisten wir einen Beitrag zu den Energiezielen der Provinz Groningen: Bis 2030 sollen in der Provinz mindestens 5,7 TWh an erneuerbarer Energie erzeugt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Großprojekte im Energiebereich unerlässlich.
Mit einer installierten Leistung von rund 74 MWp liefert der Solarpark Bellingwolde erneuerbaren Strom für Tausende von Haushalten, ein konkreter Schritt in Richtung der Energieziele Groningens.
Mehr als ein Solarpark
Der Park läuft inzwischen auf Volllast. Gemeinsam mit Netzbetreibern und Lieferanten steuern wir Energieflüsse intelligent und nutzen die erzeugte Energie so effizient wie möglich.
Schon bei der Planung haben wir über die reine Energieerzeugung hinausgedacht und Batteriespeicher von Anfang an berücksichtigt. Wir bauen also nicht nur einen Solarpark, wir bauen ein Energiesystem, in dem Erzeugung, Speicherung und Verbrauch auf intelligente Weise zusammenwirken.
Gemeinsam grüne Energie aufbauen
Energieprojekte entstehen nie im Alleingang. Die Initiative für diesen Solarpark kam vom Grundeigentümer selbst. Gemeinsame Entwicklung ist unser Ziel mit dem Grundeigentümer, aber auch mit der Bevölkerung vor Ort, der Gemeinde und regionalen Partnern. Durch diese Zusammenarbeit entstehen Projekte, die zur Region passen und für die Zukunft gerüstet sind.
Die Gemeinde Westerwolde legte großen Wert darauf, dass das Projekt auch der Region zugutekommt. Deshalb arbeiten wir mit der Energiegenossenschaft Lethe Stroomt zusammen und das geht über bloße Mitsprache hinaus. Ein Teil des Solarpark Bellingwolde befindet sich inzwischen im Eigentum der Genossenschaft, sodass ein Teil der Erträge in die Region und lokale Initiativen zurückfließt.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Lokale Energiegenossenschaften werden zwar häufig in Planungsprozesse einbezogen, an den Erträgen beteiligt werden sie jedoch selten. So schaffen wir nicht nur erneuerbare Energie, sondern auch eine nachhaltige Partnerschaft mit der Region, deren Nutzen nicht nur in grünem Strom, sondern auch im direkten Umfeld spürbar ist.
Gemeinsam denken wir über die Landschaftsgestaltung, Biodiversität, Bodenqualität und die Integration des Projekts in die Umgebung nach. Ein Energieprojekt ist kein isoliertes Vorhaben, es wird für die kommenden Jahrzehnte Teil der Landschaft.
Kein Kabeltrasse? Wir lösen das.
Die größte Herausforderung dieses Projekts lag nicht im Solarpark selbst, sondern in der dahinterstehenden Infrastruktur. Vor Projektbeginn war bereits Anschlusskapazität bei Enexis reserviert worden, doch die Kabelverbindung konnte vom Netzbetreiber nicht verlegt werden. Also haben wir die Sache selbst in die Hand genommen.
Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir eine 12,3 Kilometer lange Kabeltrasse zwischen Bellingwolde und Winschoten gebaut. Insgesamt wurden 110,7 Kilometer Kabel in den Boden verleg, damit die erzeugte Energie auch tatsächlich ins Netz eingespeist werden kann. Eine Kabeltrasse in diesem Umfang hatten wir bisher noch nicht realisiert. Genau solche Herausforderungen nehmen wir bei Novar gerne an. Wenn der direkte Weg nicht möglich ist, finden wir einen anderen. Wir finden eine Lösung.
Und das ist selten ohne Hindernisse. Die ursprünglich geplante Trasse erwies sich als nicht realisierbar, weshalb wir gemeinsam mit Grundeigentümern und der Gemeinde eine neue Route erarbeitet haben mit neuer Planung, neuer Abstimmung, Verhandlungen und entschlossenem Handeln.
2.000 Solarmodule pro Tag
Nachdem die Bankfinanzierung im Jahr 2025 gesichert war, begannen wir mit dem Bau des Solarparks und der Infrastruktur. Von diesem Moment an lief alles zusammen. EPC-Unternehmen, Kabelbauer, Netzbetreiber und Auftragnehmer arbeiteten gleichzeitig auf demselben Gelände. Der Zeitplan war eng getaktet, dennoch behielt das Projekt sein Tempo.
In Spitzenzeiten montierten wir täglich knapp 2.000 Solarmodule. Ende 2025 wurden die letzten Module installiert und der Solarpark speiste erstmals erneuerbaren Strom ins Netz ein. Eine Phase des schnellen Handelns, des Lösens von Herausforderungen und des konsequenten Weitermachens.
Die Früchte des Solarparks ernten
Von Anfang an haben wir der landschaftlichen Gestaltung des Geländes besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Noch vor Baubeginn starteten wir mit der Bepflanzung von Hecken, Sträuchern und einem Obstgarten rund um das Gelände. Inzwischen tragen die Bäume Früchte, es wird nicht mehr lange dauern, bis wir sie buchstäblich ernten können.
Wir schaffen bewusst Raum für Biodiversität und erhalten bestehende Landschaftsstrukturen. Sichtachsen, Umspannwerk und Geländegestaltung sind so konzipiert, dass sich der Solarpark harmonisch in die Umgebung einfügt.
Raum für die Zukunft
Der Solarpark Bellingwolde zeigt, wie sich Energieprojekte wandeln. Es geht nicht mehr nur um einzelne Solarparks. Wir bauen vollständige Energiesysteme, in denen Erzeugung, Infrastruktur, Speicherung und intelligenter Energieverbrauch zusammenkommen.
Indem wir vorausdenken und Verantwortung für das gesamte System übernehmen, ermöglichen wir nachhaltige Energieprojekte an Standorten, wo das nicht selbstverständlich ist. Und genau dort machen wir den Unterschied.