Novar und K3 haben auf dem Baggerdepot Dorkwerd, nördlich von Groningen, das größte Solarthermieprojekt der Niederlande realisiert.
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Der Solarthermiepark Dorkwerd – Groningen zählt zu den drei größten Solarthermieparks der Welt und wurde im Jahr 2024 in Betrieb genommen. Mithilfe von Vakuumröhrenkollektoren liefert das Projekt inzwischen nachhaltige Wärme in das Fernwärmenetz der Stadt Groningen.
Der Solarthermiepark ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einem CO₂-neutralen und erdgasfreien Groningen. Mithilfe moderner Solarthermie-Kollektoren wird die Wärme der Sonne eingefangen und auf das durch die Kollektoren fließende Wasser übertragen. So entsteht nachhaltig erzeugte Wärme für die regionale Versorgung.
Solarthermie ist damit eine nachhaltige, innovative und sichere Lösung für die Wärmewende in Groningen.
Aus Groningen – für Groningen.
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Bauen
Im Einsatz
Das Projekt befindet sich derzeit in der Bauphase. Die Fundamente sind gegossen und das Gebäude ist wind- und wasserdicht. In den kommenden Monaten werden die Elektroinstallation, die Pumpen und die Trockenkühler installiert, und es wird mit den Arbeiten an den Feldleitungen, den Unterbauten und der sonstigen Elektrik begonnen. Das Projekt wird voraussichtlich im 2. Quartal 2024 abgeschlossen sein.
Solarthermie bedeutet, Sonnenenergie in Form von Wärme zu speichern. Sobald die Sonne scheint, nehmen die Kollektoren das Sonnenlicht auf und wandeln es in Wärme um. Diese nachhaltige Wärme wird in einem Pufferspeicher zwischengespeichert und anschließend in das Fernwärmenetz eingespeist.
Ein Fernwärmenetz ist ein unterirdisches Leitungsnetz, über das warmes Wasser zu Gebäuden und Wohnungen transportiert wird. So werden Räume beheizt und warmes Wasser – etwa zum Duschen – bereitgestellt. Fernwärme ist eine nachhaltige, innovative und benutzerfreundliche Energieversorgung, die von vielen Menschen gleichzeitig genutzt werden kann und eine zukunftsfähige Alternative zum Erdgas darstellt.
Bei diesem Projekt kommt eine neue und besonders effiziente Technologie zum Einsatz. Insgesamt werden über 24.000 Sonnenkollektoren installiert. Anders als bei Photovoltaikanlagen wird hier keine Elektrizität, sondern Wärme erzeugt. Statt Kabeln fließt Wasser entlang der Kollektoren, das sich an sonnigen Tagen auf bis zu 85 Grad Celsius erwärmt.
Eine spezielle Vakuumtechnik innerhalb der Kollektoren sorgt dafür, dass auch bei hohen Temperaturen eine besonders effiziente Wärmeerzeugung möglich ist.
Dieses innovative Solarprojekt entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Baggerdepots Dorkwerd, in unmittelbarer Nähe der Stadt Groningen. Der Solarthermiepark liegt südlich des Van-Starkenborgh-Kanals und nutzt damit eine bereits vorbelastete Fläche sinnvoll neu.
Der Solarthermiepark erstreckt sich über eine Fläche von 12 Hektar und speist nachhaltige Wärme in das Fernwärmenetz von Groningen ein. Die erzeugte Solarwärme deckt künftig rund 25 Prozent des gesamten Wärmebedarfs der mehr als 10.000 angeschlossenen Haushalte und Unternehmen in Nordwest-Groningen. Damit ist das Projekt eine nachhaltige und zugleich regionale Lösung für eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende: die klimafreundliche Erzeugung von Wärme.
Bereits bei der Planung des Solarthermieparks wurde großer Wert auf eine naturnahe Einbindung in die Landschaft gelegt. In Zusammenarbeit mit einem Ökologen, der lokalen Imkervereinigung, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den zuständigen Behörden wurde ein umfassendes Gestaltungskonzept entwickelt und weiter optimiert.
Der Park wird auf Pfählen errichtet, wodurch weniger Beton benötigt wird und mehr Raum für blüten- und kräuterreiches Grünland entsteht. Von der insgesamt 22 Hektar großen Fläche des ehemaligen Baggerdepots werden 12 Hektar für die Solarthermie genutzt. Die verbleibenden 10 Hektar stehen vollständig der Natur zur Verfügung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität.
„Gemeinsam mit einem Ökologen, dem lokalen Imkerverein, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Behörden wurde ein ganzheitliches Gestaltungskonzept entwickelt.“Vivian van de Kamp, K3
Zuletzt bearbeitet am 23 Januar 2026