Novar hat für den Zonnepark Bellingwolde den finanziellen Abschluss des Projekts (Financial Close) erreicht. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende in der Region gesetzt. Bereits 2024 begannen die vorbereitenden Arbeiten, darunter die Verlegung des Kabeltrassenverlaufs. Ende März 2025 startete der Bau des Solarparks.
Derzeit arbeitet Novar an der Erweiterung einer Batterieanlage am Zonnepark Bellingwolde. Durch die Speicherung von Solarenergie kann Strom auch dann bereitgestellt werden, wenn keine Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Auf diese Weise wird das Energiesystem intelligenter, stabiler und nachhaltiger.
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Die Regionale Energiestrategie (RES) Groningen verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2030 mindestens 5,7 TWh erneuerbare Energie zu erzeugen. Mit der vollständigen Realisierung des Solarparks Bellingwolde – Westerwolde wird das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung leisten.
Das Plangebiet befindet sich zwischen der Veendijk und der deutschen Grenze in Bellingwolde, in der Nähe des Wohngebiets De Lethe. Im Laufe des Entwicklungsprozesses stellte sich heraus, dass ein historischer Grenzvertrag aus dem Jahr 1824 berücksichtigt werden musste. Um die Umsetzung des Solarparks weiterzuführen, war daher zunächst die Zustimmung des Landkreises Emsland erforderlich. Diese Genehmigung wurde inzwischen erteilt.
Der Grundstückseigentümer Kor Werkman, ein in der Nachbarschaft bekannter Anwohner, ist aktiv in die Entwicklung des Projekts eingebunden. Gemeinsam verfolgen Novar und Kor Werkman das Ziel, einen Solarpark zu realisieren, der breite gesellschaftliche Akzeptanz findet und Mehrwerte für die gesamte Umgebung schafft.
Zu diesem Zweck wurde eine Begleit- und Dialoggruppe eingerichtet und die Zusammenarbeit mit der lokalen Energiegenossenschaft De Lethe Stroomt aufgenommen.
Zur gezielten Unterstützung der Region werden 1 MWp der installierten Leistung der Energiegenossenschaft Lethe Stroomt zur Verfügung gestellt. Die Erlöse aus der Stromerzeugung fließen in lokale Initiativen, sodass die Region unmittelbar von der Erzeugung erneuerbarer Energie profitiert.
Der Solarpark Bellingwolde wurde mit besonderem Fokus auf Landschaft, Umwelt und Biodiversität konzipiert. In enger Abstimmung mit der Dialoggruppe, der Gemeinde Westerwolde sowie der Provinz Groningen entstand das finale Parkdesign.
Zur Stärkung von Natur und Landschaft wurden unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:
Darüber hinaus ist der Solarpark Bellingwolde Teil eines mehrjährigen ökologischen Forschungsprojekts der Rijksuniversiteit Groningen (RUG). Ziel ist es, die Auswirkungen von Solarparks auf Natur und Biodiversität wissenschaftlich zu untersuchen und die Balance zwischen Energieerzeugung und Naturschutz weiter zu optimieren.
Um erneuerbaren Strom intelligenter und netzdienlicher bereitzustellen, plant Novar die Realisierung eines Batteriespeichers am Solarpark Bellingwolde. Dieses sogenannte Energiespeichersystem (ESS) ermöglicht es, erzeugten Solarstrom zwischenzuspeichern und bedarfsgerecht einzusetzen.
Der Batteriespeicher trägt dazu bei, Energieverluste zu reduzieren, Abweichungen zwischen prognostizierter und tatsächlicher Stromerzeugung auszugleichen sowie Netzengpässe lokal zu entlasten.
Je mehr erneuerbare Energie erzeugt, gespeichert und genutzt werden kann, desto stärker sinken die CO₂-Emissionen – ein wichtiger Schritt hin zu einem klimafreundlichen und zukunftsfähigen Energiesystem.

Das Plangebiet umfasst rund 57,5 Hektar. Auf dieser Fläche können etwa 104.000 Solarmodule installiert werden, die zusammen eine installierte Leistung von mehr als 72 MWp erreichen. Damit kann der Solarpark jährlich über 19.000 Haushalte mit nachhaltiger Energie versorgen.
Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die geplanten Arbeiten am Solarpark Bellingwolde sowie über mögliche Beeinträchtigungen für die Umgebung.
| Was | Beschreibung | Mögliche Beeinträchtigung der Umgebung |
| Verlegung der Kabeltrasse | Ab September 2024 wird die Kabeltrasse zwischen dem Solarpark Bellingwolde (Veendijk in Bellingwolde) und der Hochspannungsstation in Winschoten verlegt. | Verkehrsbehinderungen |
| Einrichtung der Baustelle | Das Baufeld wird für die Installation vorbereitet, einschließlich Erdarbeiten, Einzäunung und Baustelleneinrichtung. | Baustellenverkehr über die Transportroute |
| Fundamente & Verkabelung | Rammen der Fundamente und Aufbau von Modultischen für die Solarpaneele, anschließend Verlegung der Kabel. | Baustellenverkehr über die Transportroute + Lärmbelästigung durch Rammarbeiten |
| Installation der Solarmodule | Aufbau der Konstruktionen, Montage der Solarmodule und zugehöriger Anlagen (Trafostationen). | Baustellenverkehr über die Transportroute |
| Landschaftliche Integration | Im Februar 2025 beginnt die Bepflanzung auf und rund um das Gelände des Solarparks. Die Maßnahmen werden abschnittsweise bis Ende 2025 durchgeführt. | Baustellenverkehr über die Transportroute |
Zuletzt bearbeitet am 23 Januar 2026